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Verdener Aller Zeitung 11.11.2016

Verdener Nachrichten 10.11.2016

 

 Leinwand mit Lern-Effekt

 

Digitale Medien sind im Unterricht an Verdener Grundschulen schon bei den Kleinsten allgegenwärtig

 

 

 

Beschreibung: Beschreibung: Smartboard Nicolaischule Verden Kevin (8) und Lehrerin Jaane Buschmann © Anna Zacharias, Zacharias

 

Das sogenannte Smartboard hängt in der Nicolaischule Verden bereits in allen Klassenräumen. Kevin (8) löst die Rechenaufgabe von Lehrerin Jaane Buschmann. (Anna Zacharias, Zacharias)

 

 

 

Vorne alt, hinten neu, so sieht die mediale Versorgung im Klassenraum von Jaane Buschmann in der Verdener Nicolaischule aus. Die Kinder der 2a blicken noch auf den Tafel-Klassiker in Grün, der traditionell mit weißer Kreide beschreibbar ist. Hinter den Schülern an der Wand hängt ein Smartboard – also eine interaktive Tafel – das an dieser Grundschule inzwischen in jeder Klasse zu finden ist. Lernen mithilfe moderner Technik steht heutzutage schon bei den Kleinsten auf dem Stundenplan.

 

Die siebenjährige Alicia steht mit einem Stift in der Hand vor der weißen Leinwand, auf die per Beamer ein Mathe-Programm projiziert wird. Rote und blaue Kreise sind dort zu sehen, dahinter verbergen sich Zahlen. Mit einem Tippen auf einen der Kreise kommt die 48 zum Vorschein – Alicia hat die Rechenaufgabe der Lehrerin richtig gelöst.

 

„Ich arbeite gern mit dem Smartboard, das macht Spaß“, sagt die Kleine, aber es gefalle ihr auch, mit Kreide auf der grünen Tafel zu schreiben. Ein Smartphone habe sie noch nicht: „Das bekomme ich, wenn ich zehn bin!“, ist sie überzeugt. Wie früh Kinder mit digitalen Medien in Kontakt kommen sollten, darüber scheiden sich die Geister. Kritiker mahnen, ein zu früher Umgang schade der Entwicklung; Befürworter sind der Ansicht, Kinder müssten früh an den Umgang mit neuen Medien herangeführt werden, da sie ohnehin in Kontakt mit ihnen kämen und später beruflich auf sie angewiesen sind. 

 

 

 

 

 

Smartphones ab Klasse vier

 

Smartphones hätten die meisten Grundschüler noch nicht, erklärt Schulleiterin Regine Meyer-Bolte: „Das fängt ab der vierten Klasse an“, sagt sie. Davon abgesehen, dürften die Schüler ihre Telefone während der Schulzeit auch gar nicht dabei haben. An der Nicolaischule habe man allerdings die Erfahrung gemacht, dass die Kinder selbst gar kein Interesse daran hätten, viel mit digitalen Medien zu arbeiten. „Wenn man mal eine Unterrichtsstunde mit dem Tablet geplant hat, reicht es den Schülern danach auch – die wollen dann von allein etwas anderes machen“, sagt die Schulleiterin. Und so wird weiterhin gemalt, geschrieben und mit Büchern gearbeitet – aber die Schüler haben auch ein eigenes Passwort für bestimmte PC-Programme. Es müsse eine Mischung aus herkömmlichem Unterricht und neuen Medien geben. 

 

Dieser Ansicht ist auch Sven Ommen, Schulleiter der Grundschule am Lönsweg. „Digitale Medien ersetzen bei uns nicht etwa die Handschrift“, sagt er. An seiner Schule ist die Hälfte der Klassenräume inzwischen mit Smartboards ausgestattet, die die grünen Tafeln ersetzen. „Das ist in erster Linie eine Arbeitshilfe für die Lehrkräfte. Damit lassen sich Arbeitsabläufe vereinfachen und Unterrichtsmaterialien vorbereiten“, erklärt er. Eine Stunde pro Wochen haben die Schüler am Lönsweg Unterricht im PC-Raum, wo sie unter anderem lernen, mit Textverarbeitungsprogrammen zu arbeiten. Außerdem stehe auch der kritische Umgang mit dem Internet auf dem Plan, um die Kinder auf mögliche Gefahren vorzubereiten.

 

Sabine Kopp-Danzglock von der Präventionsstelle Horizonte in Verden „verteufele“ den Umgang mit digitalen Medien keinesfalls. Laptops und Tablets dürften nur nicht den Babysitter ersetzen, wie sie sagt. „Das Alter, in dem Kinder ein Smartphone besitzen, sinkt. Im Grundschulalter dient das nicht dem Lerneffekt“, meint sie. Kinder würden am besten durch eigenes Ausprobieren und über Beziehungen lernen.

 

Darum geht es auch in einem Seminar der Verdener Familienwerkstatt. Kopp-Danzglock von Horizonte und Birgit Asmuß von der Katholischen Familienberatungsstelle laden interessierte Eltern ein, Anregungen zum angemessenen Umgang mit elektronischen Medien zu erhalten. Das Seminar findet am 16. November von 19.30 bis 21.30 Uhr in der Stadtwaldfarm Verden, Am Bürgerpark 33 statt. Die Teilnahme ist für alle Eltern kostenfrei. Anmeldungen nimmt die Familienwerkstatt per E-Mail an info@fokus-verden.de oder telefonisch unter 04231/982497 entgegen. Weitere Informationen unter www.familienwerkstatt-info.de.

 

 

 

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